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Ensemble auf der Schlossinsel

zur Geschichte

Die Ursprünge der Jagdhausanlage reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück. Sie werden anhand archäologischer Untersuchungen und der noch vorhandenen Kellergewölbe als Abtei/Grablege, staufische bzw. markmeißnische Jagdpfalz oder Pilgerhospiz am Jakobsweg und am Heiligen Weg interpretiert.

Die ältesten Keller der Anlage sind ein romanischer Keller unter dem Neuen Jägerhaus, ein unterirdischer romanischer Gang (Heizkanal I) am Wirtschaftskeller unter dem Neuen Jägerhaus und ein unterirdischer romanischer Gang (Heizkanal II), zuletzt genutzt als Entwässerungskanal, an der Umfassungsmauer beim Neuen Jägerhaus.

Kurfürst Vater August von Sachsen ließ in der Mitte des 16. Jahrhunderts auf den alten Grundmauern und mit Baumaterial der Burg Tharandt eine kurfürstliche Jagdanlage errichten. Diese sollte neben der Jagd vor allem zu seiner Entspannung dienen. Die Jagdanlage bestand aus Fürstenhaus, "Schösserei" (heutiges Jagdschloss), dem Gesindewohnhaus "Bärenhaut" sowie Stallungen und wurde 1554 bis 1558 fertiggestellt. Das Jägerhaus wurde erst 1599 und die Fronfeste 1614 vollendet.

Im 17. und 18. Jahrhundert erfolgten Um- und Erweiterungsbauten, vor allem nach einem Brand 1654. Nach Kriegsschäden, Bränden und Abriss blieben nur die "Schösserei" und das Colmnitzer Tor im Südwesten der umliegenden Mauer erhalten. 1720 wurde anstelle des Jägerhauses eine Feldscheune gebaut und 1828 die Fronfeste abgerissen sowie das Fürstenhaus bis auf die Keller abgebrochen. Mit dem Baumaterial wurde der Gasthof Grillenburg gebaut.

Das Areal war von vier Teichen umgeben, die von der Schwarzen Pfütze und, über einen Kanal, von der Triebisch (auch X-Bach, Kroatenbach oder Kroatenwasser) gespeist wurden. Die heute noch genutzte Sandsteinbogenbrücke wurde 1730 nach Plänen des Oberlandbaumeisters Matthäus Daniel Pöppelmann an Stelle einer vormaligen Holzbrücke gebaut.

Hauptsaal des Jagdschlosses mit Kachelofen Kellereingang am Gärtnerhaus Blick vom Gästehaus auf die Südseite des Jagdschlosses Blick vom Hundezwingerhaus auf die Nordfassade Detail aus dem Portal des Gästehauses Kegelbahn Gärtnerhaus Blick vom Steg des Bootshauses auf oberen Teich (gelegen auf direkt angrenzender kommunaler Fläche, nicht Bestandteil des Kaufgegenstandes) Seitenflügel des Jagdschlosses
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